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US-Vizepräsident kritisiert Russland bei Vilnius-Konferenz

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US-Vizepräsident kritisiert Russland bei Vilnius-Konferenz

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Zum Auftakt der traditionellen Konferenz mittel- und osteuropäischer Spitzenpolitiker in der litauischen Hauptstadt Vilnius hat US-Vizepräsident Dick Cheney die Bedeutung von Freiheit, Demokratie und Frieden als verbindende, globale Werte betont. Zugleich übte er scharfe Kritik an Russland. Er warf dem Kreml vor, demokratische Rechte zu beschränken und die Fortschritte der vergangenen zehn Jahre rückgängig machen zu wollen.

Niemand könne Handlungen rechtfertigen, mit denen die territoriale Integrität eines Nachbarn bedroht oder demokratische Bewegungen behindert würden, sagte Cheney. Russland müsse sich entscheiden, und zweifellos würde eine Rückkehr zu demokratischen Reformen das russische Volk voranbringen und dem Land mehr Achtung anderer Nationen verschaffen.

In Moskau wurden Cheneys Äußerungen zurückgewiesen. Die Vilnius-Konferenz fand erstmals 1997 statt; sie hat in diesem Jahr den Titel “Gemeinsame Vision zur gemeinsamen Nachbarschaft”. Auf der Konferenz wird für zügige Erweiterungen der EU und NATO geworben.