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Nach Wahlschlappe von Labour: Blair weiter unter Druck

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Nach Wahlschlappe von Labour: Blair weiter unter Druck

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Nach dem Debakel der regierenden Labour-Partei in den englischen Kommunalwahlen wächst der Druck auf Premierminister Tony Blair. Und das trotz der tiefgreifenden Kabinettsumbildung, die der Regierungschef eilig am Freitag verfügt hatte. “Der Anfang vom Ende”, schreibt jetzt sogar der sonst so Blair-freundliche “Guardian”. Und jetzt werden auch innerhalb von Labour Stimmen laut, die einen Machtwechsel an der Regierungsspitze fordern.

Schatzkanzler Gordon Brown warnt zwar vor einem parteiinternen Putsch, verweist aber im gleichen Atemzug auf Blairs eigene Worte, einen reibungslosen Wechsel einleiten zu wollen. Dabei wolle ihm Labour zur Seite stehen, sagt Brown, der bereits als Blair-Nachfolger gehandelt wird. “Wir brauchen eine Wechsel wie bereits 1997, dieses Warnsignal, dieser Weckruf kann nicht ignoriert werden. Wir müssen uns jetzt erneuern, um uns den Herausforderungen stellen zu können.” Nicht nur innenpolitisch ist es eine schwarze Woche für den Regierungschef. Im Irak stehen die britischen Truppen verstärkt unter Beschuss. Mindestens fünf Soldaten starben gestern bei einem Hubschrauberabschuss in Basra. In Afghansiatn drohen die Taliban-Milizen den Briten mit einem “Sturm von Blut”.