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Räumung in Hebron: Bewährungsprobe für neue israelische Regierung


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Räumung in Hebron: Bewährungsprobe für neue israelische Regierung

Mit der Räumung eines von jüdischen Siedlern besetzten Hauses in Hebron im Westjordanland hat die israelische Regierung heute ihre erste Bewährungsprobe bestanden. Der weitreichende Abzug Israels aus dem Westjordanland gehört zu den Kernpunkten des politischen Programms, mit dem Regierungschef Ehud Olmert bei den Wahlen angetreten war. Dutzende jüdische Siedler hatten sich in dem Haus in Hebron verbarrikadiert. Soldaten und Polizisten stürmten das Gebäude. Einige Siedler verließen es daraufhin freiwillig, andere leisteten Widerstand und mussten heraus getragen werden. 17 Sicherheitskräfte wurden am Rande des Einsatzes verletzt. Auch sieben Siedler erlitten leichte Verletzungen.

Ministerpräsident Olmert hatte den israelischen Teilabzug aus dem Westjordanland innerhalb der kommenden vier Jahre als Hauptaufgabe seiner Regierung bezeichnet. Tel Aviv plant zudem eine Aufgabe von Teilen Jerusalems. Als eine ihrer ersten Amtshandlungen hat die Regierung heute zudem den Haushaltsplan für 2006 gebilligt. Er umfasst umgerechnet fast 48 Milliarden Euro und war wegen der israelischen Wahlen und innenpolitischer Streitigkeiten lange verschoben worden. Jetzt muss das Parlament darüber abstimmen.
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