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Italienisches Wahldrama geht in zweite Runde

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Italienisches Wahldrama geht in zweite Runde

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In Italien wird heute die Wahl eines neuen Staatspräsidenten fortgesetzt. Der erste Wahlgang gestern brachte keine Entscheidung. Während das künftige Regierungslager um Romado Prodi größtenteils leere Stimmzettel abgab, votierte die Mitte-Rechts-Allianz von Noch-Regierungschef Silvio Berlusconi nahezu einheitlich für ihren eigenen Kandidaten Gianni Letta. Für einen Wahlsieg wird in den ersten drei Wahlrunden jedoch eine 2/3-Mehrheit benötigt, so das sich Letta nicht durchsetzen konnte.

Nach der ersten Walhrunde sagte Prodi, im Lager Berlusconis habe eine Debatte begonnen. Er hofft, dass diese zu einer Einigung führen wird und das auch die konservativen Kräfte für seinen Kompromissvorschlag, den Senator auf Lebenszeit Giorgio Napolitano, stimmen. Prodi hofft nach seinem Sieg bei den Parlamentswahlen auf eine rasche Wahl des Präsidenten. Erst wenn das neue Staatsoberhaupt im Amt ist kann er den Auftrag zur Regierungsbildung erhalten. Berlusconi erklärte hingegen, er werde keine Steuern mehr zahlen, wenn ein Ex-Kommunist wie Napolitano Präsident wird.