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Präsidentenwahl in Italien weiter ohne Ergebnis

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Präsidentenwahl in Italien weiter ohne Ergebnis

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Italien muss weiter auf einen neuen Präsidenten warten: Auch der zweite Wahlgang blieb ohne Ergebnis; die große Mehrheit der Wahlversammlung gab leere Stimmzettel ab.

Da sich die beiden politischen Lager nicht auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen konnten, hatte ohnehin keiner die Chance auf die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit. Damit muss der Kandidat des künftigen Ministerpräsidenten Romano Prodi, der achtzigjährige Giorgio Napolitano, auf die nächsten Wahlgänge hoffen. Ab dem vierten Durchgang morgen braucht er nur noch eine absolute Mehrheit. Dabei gab er sich am Morgen noch leicht zuversichtlich: Man könne nur abwarten, sagte er; es gebe ja noch Gespräche, und die brächten hoffentlich eine Lösung im allgemeinen Interesse. Das gegnerische Lager unter Silvio Berlusconi bleibt aber bei seiner Ablehnung. Der Nebeneffekt: Der abgewählte Berlusconi amtiert weiter als Ministerpräsident, wie heute beim Staatsbesuch von Ägyptens Präsident Hosni Mubarak. Erst ein neuer Präsident kann für eine neue Regierung sorgen.