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Putin gegen Fremdenfeindlichkeit

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Putin gegen Fremdenfeindlichkeit

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Russland feiert heute den 61. Jahrestag des Sieges über Hitler-Deutschland. Die zentrale Parade fand in Moskau auf dem Roten Platz statt.

Präsident, Vladimir Putin, appelierte dabei an die Nationen gemeinsam gegen Extremismus und Ausländerfeindlichkeit vorzugehen. In Russland kommt es immer wieder zu fremdenfeindlichen Übergriffen. Während der Nazi-Herrschaft sei deren Ideologie unterschätzt worden, so Putin, deshalb sei die Solidarität der Völker bei der Bewältigung der Probleme der Gegenwart unerlässlich. Erst vor wenigen Tagen hatte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International Putin vorgeworfen, die Augen vor der ansteigenden rassistischen Kriminalität in Russland zu verschließen. Tausende Veteranen und Zuschauer nahmen an der heutigen Zeremonie teil, die die Toten des Zweiten Weltkrieges ehrt. Die ehemalige Sowjetunion hat laut Schätzungen 27 Millionen Tote zu beklagen. Neben den offiziellen Feierlichkeiten protestierten Kommunisten und linke Veteranen. Eine ehemalige Soldatin sagte, ihr Kampf sei noch nicht zu Ende. Aber jetzt kämpfe sie gegen die Regierung im Kreml. Die denke nur an sich selbst und habe die Reichen an die Macht gebracht. Der Chef der Kommunisten in Russland, Gennadij Sjuganov, begrüßte die Protestler. Er erinnerte daran, dass der Sieg über Deutschland unter der roten Flagge der Sowjetunion errungen worden sei. Sjuganov lobte die Loyalität der alten Verteranen gegenüber dem Sowjetstaat.