Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Putin wendet sich an die Nation


welt

Putin wendet sich an die Nation

Nach dem Stolz auf die heroische Vergangenheit kommt für Russlands Präsidenten die Aufrechnung der gegenwärtigen Nöte. Und da stand diesmal Sorge wegen der und Kritik an den Erweiterungsplänen der NATO im Mittelpunkt. Wladimir Putin sagte wörtlich: “Ihr Wehretat ist in absoluten Zahlen fast 25 Mal höher als der russische.”

Putin sprach von einer neuen Gefahr, die von “destabilisierenden Waffenarten” ausgehe. Im Kreml fürchtet man offensichtlich, die USA könnten bei ost-europäischen NATO-Mitgliedern Raketen stationieren und damit Russlands Fähigkeit zum nuklearen Gegenschlag ausschalten.

Ein weiterer Schwerpunkt in der einstündigen Präsidentenrede waren die Beziehungen zu den USA – und eng damit verbunden – Russlands Bestreben, endlich in die Welthandelsorganisation aufgenommen zu werden.

Der Antrag wurde schon vor 13 Jahren gestellt-erfolgreich bearbeitet wird er erst, wenn Washington dafür grünes Licht gibt. Russland braucht den Welthandel aber mehr denn je.

Er wolle nicht den Grundfehler der Sowjetunion wiederholen, durch einen zu hohen Rüstungshaushalt der Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig zu schaden, betonte Putin.

Seine Alternative: “neue aussichtsreiche Märkte” braucht das Land – und die natürlich vor allem für seine Öl- und Gasexporte.

Dabei, so versprach der russische Präsident, dürften aber nicht die Verpflichtungen gegenüber den traditionellen Partner vernachlässigt werden.

Sozialpolitik kam auch vor in dieser Rede zu Lage der Nation. Die Nation schmilzt nämlich, die Russen bekommen zu wenig Kinder.

Ihr Präsident kündigte daher eine Verdopplung des Kindergeldes für das erste Kind auf umgerechnet 50 Euro an, und noch einmal doppelt soviel für das zweite Kind.

Mehr zu:

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Nächster Artikel

welt

Die National Geographic Society ist heute mit dem Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte Kommunikation und Humanwissenschaften ausgezeichnet worden