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Aids-Prozess gegen Ausländer in Libyen zunächst verschoben

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Aids-Prozess gegen Ausländer in Libyen zunächst verschoben

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In Libyen ist ein neuer Aids-Prozess gegen fünf bulgarische Krankenschwestern und einen palästinensischen Arzt kurz nach dem Auftakt auf den 13. Juni vertagt worden. Als Grund wurden Verfahrensfragen genannt.

Den Angeklagten wird vorgeworfen, für ein Experiment an einem Krankenhaus in der Stadt Bengasi mehr als 400 Kinder absichtlich mit dem Aids-Virus infiziert zu haben. Im vergangenen Jahr forderte die EU-Außenkommissarin, Benita Ferrero-Waldner, bei einem Besuch in Libyen die Freilassung der Angeklagten. Diese hatten stets ihre Unschuld beteuert, wurden aber vor zwei Jahren von einem Gericht in Bengasi zum Tode verurteilt. Der oberste libysche Gerichtshof hob die Todesurteile wieder auf – wegen angeblicher Verfahrensfehler. Zuvor hatte sich Bulgarien bereiterklärt, einen Entschädigungsfond einzurichten.