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EU und Karibikstaaten wollen Verhandlungen über Freihandelszone aufnehmen

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EU und Karibikstaaten wollen Verhandlungen über Freihandelszone aufnehmen

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Freihandel und die Überwindung der Kluft zwischen Arm und Reich stehen im Mittelpunkt des 4. EU-Lateinamerika-Karibik-Gipfels in Wien.

Im Vorfeld des Treffens der Staats- und Regierungschefs an diesem Freitag kamen die Außenminister der Schaffung einer Freihandelszone zwischen der Europiäschen Union und den Karibikstaaten einen Schritt näher. Sie vereinbarten, Verhandlungen über ein entsprechendes Abkommen einzuleiten.

Belastet wird die dreitägige Gipfelrunde vom Streit um die Verstaatlichung der bolivianischen Öl- und Gasvorkommen. Der neue bolivianische Präsident Evo Morales verteidigte seine Strategie:

“Wenn wir da ankommen, wo wir jetzt als einheimisches Volk und ich als Präsident stehen, dann ist das nicht Rache, sondern soll meinem Volk Hoffnung geben – insbesondere den Völkern, die historisch marginalisiert werden, gedemütigt, gehasst, entwertet – oder gar von Auslöschung bedroht.”

Entschädigungen für ausländische Konzerne seien nicht vorgesehen bei der Verstaatlichung – doch die EU verlangt genauere Erklärungen.

Konkrete Ergebnisse werden bei diesem Gipfel kaum erwartet – es geht mehr um die Vertiefung der Kontakte.