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Belgien schockiert über rassistische Bluttat von Antwerpen

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Belgien schockiert über rassistische Bluttat von Antwerpen

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Nach der offenbar rassistisch motivierten Bluttat in der belgischen Hafenstadt Antwerpen liegt der Täter, ein 18-jähriger Skinhead, unter strenger Bewachung im Krankhaus. Er war von der Polizei mit einem Bauchschuss niedergestreckt worden, da er sein Jagdgewehr nicht abgeben wollte. Die belgische Öffentlichkeit reagierte bestürzt auf die Tat. Der 18-jährige hatte zuerst eine 46-jährige Türkin angeschossen und dann eine schwarze Frau und ein vierjähriges Kind getötet. Die belgische Gesellschaft dürfe nicht in eine Spirale der Gewalt geraten, sagte Ministerpräsident Guy Verhofstadt. Er rief alle Gruppen zur Besonnenheit auf und erklärte, Belgien müsse eine tolerante Gesellschaft bleiben. Der Täter stammt aus einer Familie mit engen Verbindungen zur rechtsextremen flämischen Partei Vlaams Belang; seine Tante ist Abgeordnete dieser Partei, deren Hochburg Antwerpen ist. Bürgermeister Patrick Janssens äußerte sich schockiert: Wie alle in Anwerpen und in ganz Belgien könne er kaum glauben, dass ein junger Mann am helllichten Tag mitten in der Stadt in ein Geschäft geht, ein Gewehr kauft, und dann anfängt, auf Menschen zu schießen. Dies war nach Erkenntnissen der Polizei der Tathergang. Der 18-jährige habe das Verbrechen offenbar geplant, erklärten die Behörden nach einer Durchsuchung seines Zimmers. Nach einem Bericht des belgischen Rundfunks galt er in seinem Internat als guter und unauffälliger Schüler.