Eilmeldung

Eilmeldung

Rechtsradikale Morde in Belgien

Sie lesen gerade:

Rechtsradikale Morde in Belgien

Schriftgrösse Aa Aa

Mit Entsetzen haben die Menschen in Belgien auf die Morde eines Rechtsradikalen reagiert. Hans Van Themsche hatte gestern auf offener Strasse im Zentrum von Antwerpen ein zweijähriges Mädchen und ihre afrikanische Kinderfrau erschossen und eine Türkin schwer verletzt. Ein Polizist setzte den 18-jährigen Schüler durch einen Bauchschuss außer Gefecht. Der belgische Premierminister Guy Verhofstadt drückte seine Abscheu vor der Bluttat aus.

Er sei zutiefst schockiert, mahnte jedoch zur Besonnenheit: “Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Gesellschaft in eine Spirale der Gewalt hineingezogen wird, wir waren immer ein tolerantes Land und das muss auch so bleiben.” Der Mörder stammt aus einer Familie mit rechtsradikalem Hintergrund. Eine Tante sitzt für die offen ausländerfeindliche Partei Vlaams Belang im Parlament, der Vater ist Mitglied. Die Polizei fand bei der Durchsuchung des Zimmers des Täters Indizien dafür, dass die Tat geplant war. Der Mörder befindet sich unter strenger Bewachung im Krankenhaus und soll baldmöglichst vernommen werden. Der Direktor seiner Schule beschrieb ihn als unauffälligen und ruhigen Schüler.