Eilmeldung

Eilmeldung

"Russisch-orthodoxe Kirche im Ausland" will sich mit Moskau versöhnen

Sie lesen gerade:

"Russisch-orthodoxe Kirche im Ausland" will sich mit Moskau versöhnen

Schriftgrösse Aa Aa

Nach mehr als 80 Jahren der Spaltung ist eine Einigung innerhalb der Russisch-orthodoxen Kirche in Sicht: Auf einer Synode in San Francisco stimmten die Delegierten einer Resolution zu, mit der die Russisch-orthodoxe Kirche im Ausland den Patriarchen in Moskau als Oberhaupt akzeptiert. Allerdings soll die administrative Trennung weiterhin aufrecht bleiben. Kommende Woche müssen die 12 Bischöfe die Resolution absegnen. Pater Alexander, der Verhandlungsführer, ist zufrieden. “Diese Entscheidung zeigt, dass die Zeiten einer eigenen und völlig abgeschnittenen Russisch-orthodoxen Kirche im Ausland nun vorüber sind”, sagte er im Anschluss an die Beratungen.

Die Spaltung innerhalb der russisch-orthodoxen Kirche besteht seit der Kommunistischen Revolution 1917. Seither übte die Russisch-orthodoxe Kirche im Ausland immer wieder heftige Kritik am Kurs der Moskauer Kirche. Vor allem lehnte sie eine Kooperation mit den kommunistischen Machthabern kategorisch ab und beschuldigte den Moskauer Patriarchen, ein bloßer Handlanger des Staates zu sein. Manche Vertreter der Kirche im Exil kritisieren auch den derzeitigen Patriarchen Alexi II. wegen angeblicher enger Verbindungen zum Geheimdienst KGB. In den vergangenen Jahren bemühte sich Alexi allerdings immer wieder, den innerkirchlichen Bruch zu kitten und theologische Differenzen zu überwinden.