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Betrungsskandal in Spanien: Neun Manager vorläufig verhaftet

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Betrungsskandal in Spanien: Neun Manager vorläufig verhaftet

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Im spanischen Briefmarkenskandal sind neun Manager der Investmentfirmen Afinsa und Forum Filatélico vorläufig in Haft genommen worden. Ihnen wird vorgeworfen, zahlreiche Anleger um mehrere hundert Millionen Euro geprellt zu haben. Möglicherweise handelt es sich um den größten Betrugsskandal in der spanischen Geschichte. Die Sonderstaatsanwaltschaft für Korruptionsvergehen in Madrid wirft den Gesellschaften vor, das Geld von Sparern in Briefmarken angelegt zu haben, die teilweise gefälscht und teilweise stark überbewertet gewesen seien. Der Fehlbetrag liegt laut den Ermittlern bei mehr als 3,5 Milliarden Euro. Die beiden Firmen sind inzwischen offenbar bankrott.

Nach Angaben der spanischen Regierung wurden bis zu 350.000 Anleger so um ihr Geld gebracht. Unter den Menschen ist das Entsetzen groß. “Wir sind verloren”, klagt etwa eine Frau, “wir wissen nicht, was wir jetzt tun sollen.” Der Skandal war Anfang der Woche aufgedeckt worden. Seine wahre Tragweite wird allerdings erst jetzt deutlich.