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Eine Woche vor Abstimmung über Montenegros Unabhängigkeit wächst die Spannung

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Eine Woche vor Abstimmung über Montenegros Unabhängigkeit wächst die Spannung

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Rund 490.000 Montenegriner können am 21. Mai über die Unabhängigkeit ihres Landes abstimmen. Das hat die Wahlkommission am Freitag bekannt gegeben. Die Regierungsparteien unter Ministerpräsident Milo Djukanovic streben die Souveränität der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik an. Djukanovic argumentiert damit, dass Montenegro nur als unabhängiger Staat die Verantwortung für seine europäische Zukunft übernehmen könne.

Seit 2003 ist Montenegro ein Teil des Staatenbundes Serbien-Montenegro. Belgrad ist freilich wenig glücklich über den montenegrinischen Alleingang: Regierungschef Vojislav Kostunica sprach sich am Donnerstag erneut für den Fortbestand Serbien-Montenegros aus. Auch die montenegrinische Opposition will den Bund mit dem Nachbarland fortsetzen. Bei der Abstimmung wird ein knappes Ergebnis erwartet. Die EU setzte nach langwierigen Vermittlungen durch, dass die Unabhängigkeit nur dann besiegelt ist, wenn mindestens die Hälfte der Wahlberechtigten am Referendum teilnimmt und 55 Prozent von diesen sich für Montenegros Souveränität aussprechen.