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Skandal um Journalisten-Bespitzelung durch Geheimdienst in Deutschland

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Skandal um Journalisten-Bespitzelung durch Geheimdienst in Deutschland

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Der Skandal um die Bespitzelung von Journalisten durch den Bundes- nachrichtendienst, den deutschen Auslands-Geheimdienst, kommt nicht zur Ruhe. Das Nachrichtenmagazin der SPIEGEL erklärte in einer Vorabveröffentlichung, aus dem Bericht des Sonderermittlers in dieser Affäre gehe hervor, dass der BND jahrelang in der SPIEGEL-Redaktion über Spitzel verfügt habe. Der BND-kritische Autor Erich Schmidt-Eenboom erklärt, der Geheimdienst und seine Mitarbeiter verfügten über große Handlungsspielräume. Unterdessen meldet das Nachrichtenmagazins FOCUS, Schmidt-Eenboom habe bestätigt, vom BND Geld erhalten zu haben, in den Jahren 2003 und 2004.In Berlin drohte Kanzleramtssprecher Thomas Steg dem BND mit Konsequenzen für den Fall, dass die Vorwürfe bestätigt würden.Der Chef der deutschen Liberalen Guido Westerwelle kündigte auf dem FDP-Parteitag in Rostock eine parlamentarische Aufklärung an. Es wäre bereits der zweite derartige Vorgang um den BND. Gegenwärtig beschäftigt sich der Bundestag mit dessen Rolle bei den geheimen Gefangenentransporten des CIA.