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Erneut blutiger Sonntag im Irak

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Erneut blutiger Sonntag im Irak

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Bei mehreren Anschlägen im Irak sind am Sonntag mindestens 33 Menschen ums Leben gekommen; mehr als 80 wurden verletzt. Auf der vom US-Militär kontrollierten Zufahrtsstraße zum Flughafen von Bagdad rissen zwei Selbstmordattentäter 14 irakische Zivilisten mit in den Tod, als sie auf einem Parkplatz zwei Autobomben zur Explosion brachten. Bei der Detonation einer Bombe auf einem Markt im Süden Bagdads starben mindestens fünf Menschen, rund 20 wurden verletzt. In Mossul im Norden der Hauptstadt tötete ein weiterer Selbstmordattentäter mindestens zwei Zivilisten. In der südirakischen Stadt Basra kamen bei einem Bombenanschlag zwei britische Soldaten ums Leben, ein dritter Soldat wurde verletzt. Der Sprengsatz explodierte nahe einem Kontrollpunkt. Damit wurden im Verlauf des Irak-Einsatzes bereits 111 britische Truppenangehörige getötet.

Unterdessen müssen die Iraker weiterhin auf eine Regierung warten. Der designierte Ministerpräsident Nuri al-Maliki stellte am Sonntag nicht wie angekündigt sein Kabinett vor. Laut einem schiitischen Abgeordneten wird Maliki die Namen seiner Minister voraussichtlich erst Ende nächster Woche bekannt geben. Die Fadhila-Partei, deren Abgeordnete zur religiösen Schiiten-Koalition gehören, bekräftigte ihre Entscheidung, sich nicht an der Regierung zu beteiligen. Maliki hatte zuvor versucht, die Parteiführung umzustimmen.