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Interview mit ETA-Vertretern

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Interview mit ETA-Vertretern

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Die baskische Untergrundorganisation ETA hat zum ersten Mal den baldigen Beginn eines Friedensprozesses gefordert – sieben Wochen nach Verkündung des permanenten Gewaltverzichts. Dies geht aus einem Interview hervor, welches die baskische Zeitung Gara heute vollständig veröffentlichte. Gestern waren bereits Auszüge bekannt geworden.

Im Mittelpunkt des Friedensprozesses müsse eine demokratische Debatte im Baskenland stehen, um den Konflikt zu lösen. Ferner verlangt die Untergrundorganisation, die mehr als 600 ETA-Gefangenen frei zu lassen oder im Baskenland zu inhaftieren. Die spanische Regierung will jedoch erst verhandeln, wenn die ETA eindeutig auf Gewalt verzichtet. Heftige Kritik an der Dialogbereitschaft kommt vom größten Opferverband AVT. Sein Vorsitzender Francisco José Alcaraz, gerade wiedergewählt, zweifelt an einem endgültigen Gewaltverzicht und spricht von Erpressung. Alcaraz ist zudem gegen jedes Entgegenkommen in der Gefangenenfrage.