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Sao Paolo: Welle der Gewalt reißt nicht ab

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Sao Paolo: Welle der Gewalt reißt nicht ab

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In Brasilien sind bei mehr als 100 Angriffen auf die Polizei und bei Häftlingsrevolten am Wochenende mindestens 52 Menschen ums Leben gekommen. Nach einer Attentatsserie am Samstag hatten auch in der vergangenen Nacht wieder bewaffnete Banden das Feuer auf die Sicherheitskräfte eröffnet. Dabei starben mehr als 20 Polizisten. Hinter den Anschlägen steht nach Behördenangaben die Mafiagruppe PCC. Die Anschläge wurden in der ostbrasilianischen Wirtschaftsmetropole Sao Paolo verübt.

Bereits am Samstag waren in mehreren Gefägnissen Häftlingsrevolten ausgebrochen. In der vergangenen Nacht brach die Welle der Revolten nicht ab. Auch unter den Wärtern gab es Tote. Mehr als 130 Menschen werden zur Zeit noch als Geiseln gehalten. Viele davon sind Besucher der Gefängnisse. Der Gewalt vorausgegangen war die Verlegung von fast 800 Häftlingen. Dabei waren auch hohe Mafiabosse isoliert worden.