Eilmeldung

Eilmeldung

Nach Flüchtlingszustrom: Kanarische Regionalpartei kritisiert Madrid

Sie lesen gerade:

Nach Flüchtlingszustrom: Kanarische Regionalpartei kritisiert Madrid

Schriftgrösse Aa Aa

Die spanische Regierung berät heute über mögliche Konsequenzen aus dem neuen Flüchtlingsansturm vor den Kanarischen Inseln. Allein in den vergangenen drei Tagen kamen dort etwa 970 illegale afrikanische Einwanderer an. Alle Aufnahmelager auf Teneriffa sind überfüllt. Die Regionalregierung der Kanarischen Inseln sieht sich mit der Situation überfordert. So warf der Parteivorsitzende der regierenden Coalicíon Canaria Paulino Rivero der Regierung in Madrid vor, ihren Pflichten bisher nicht nachgekommen zu sein. Die Regionalregierung fühle sich komplett allein gelassen angesichts des massiven Zustroms.

In den kommenden 40 Tagen entscheiden die Behörden darüber, ob die illegalen Einwanderer in ihre Heimatländer abgeschoben werden. Laut spanischem Innenministerium trafen seit Beginn des Jahres bereits mehr als 6000 Flüchtlinge ein – das ist mehr, als im gesamten vergangenen Jahr.