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Russland sieht organisiertes Verbrechen als "nationale Gefahr"

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Russland sieht organisiertes Verbrechen als "nationale Gefahr"

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Das organisierte Verbrechen in Russland ist nach Ansicht der Behörden zu einer Gefahr für das ganze Land geworden. Generalstaatsanwalt Wladimir Ustinow bezog das in einer Rede vor Mitarbeitern auch auf Polizei, Geheimdienste und Staatsapparat. Der Kampf gegen Korruption und Amtsmissbrauch werde bisher nur auf dem Papier geführt.

Ustinow sagte, es sei Zeit zum Handeln. Man müsse die kriminellen Banden zerstören und isolieren, ihre Anführer und ihre wichtigsten Mitglieder festnehmen. Erst letzte Woche hatte Russlands Präsident Wladimir Putin den Kampf gegen Korruption erneut zu einer Hauptaufgabe erklärt, aber auch mangelnde Erfolge beklagt. Am Freitag wurde dann eine Reihe hoher Beamter aus Geheimdienst, Polizei und Justiz wegen Korruptionsverdachts entlassen. Darunter war der Leiter des Zolls, dessen Behörde als besonders kriminell gilt. Der Zoll wurde inzwischen direkt dem Ministerpräsidenten unterstellt.