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Italien bekräftigt Willen zum Rückzug aus Irak

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Italien bekräftigt Willen zum Rückzug aus Irak

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Italiens neuer Ministerpräsident Romano Prodi will die Soldaten seines Landes möglichst schnell aus dem Irak abziehen. Ein Datum dafür gab er aber nicht an; mit allen Seiten müsse ein “technischer Zeitplan” vereinbart werden. Prodi und seine neue Regierung waren gestern erst vereidigt worden. Es war seine erste Rede vor dem Senat, wo sich die Minister morgen auch der traditionellen Vertrauensabstimmung stellen müssen.

In seiner Ansprache sagte Prodi, der Irakkrieg und die Besetzung des Landes seien ein schwerer Fehler gewesen. Sie hätten das Sicherheitsproblem nicht gelöst, sondern verschärft – eine Ansicht, die beim bisher regierenden Mitte-Rechts-Bündnis wütende Proteste auslöste. Prodi betonte noch, man sei trotzdem stolz auf die italienischen Soldaten: auf ihren Mut, ihre Professionalität und ihre Treue. Italien hat noch 2600 Soldaten im Irak. Vor allem die Kommunisten in Prodis Regierungsbündnis hatten auf einem schnellen Abzug bestanden. Allerdings hatte auch schon die vorige Regierung unter Silvio Berlusconi den Abzug eingeleitet. Prodi wies darauf hin, man wolle trotzdem die guten Beziehungen zu den USA erhalten.