Eilmeldung

Eilmeldung

Warnung für ausländische WM-Gäste

Sie lesen gerade:

Warnung für ausländische WM-Gäste

Schriftgrösse Aa Aa

Der ehemalige deutsche Regierungssprecher, Uwe-Karsten Heye, hat für Empörung gesorgt: Heye warnte schwarze Touristen zur Fußballweltmeisterschaft vor fremdenfeindlichen Übergriffen in den neuen Bundesländern. Erst letzten Monat war ein Deutscher äthiopischer Abstammung in Brandenburg brutal zusammengeschlagen und lebensgefährlich verletzt worden. Die Polizei vermutet einen rassistischen Hintergrund.

Heye hatte gesagt, dass es in Brandenburg und anderswo Orte gebe, wo er keinem, der eine andere Hautfarbe habe, raten würde hinzugehen. Die Besucher könnten solche Gegenden möglicherweise nicht lebend wieder verlassen. Heye ist Vorstandsvorsitzender des Vereins “Gesicht zeigen! Aktion weltoffenes Deutschland”. Politiker aus verschiedenen Lagern hatten Heyes Warnung zur WM als übertrieben kritisiert. Damit werde ein Eindruck von Ostdeutschland und seinen Bürgern vermittelt, der mit der Realität nichts zu tun habe. Seit der Wiedervereinigung 1990 sind in Deutschland einhundert Ausländer oder Menschen anderer Hautfarbe bei rechtsradikalen Übergriffen getötet worden. Die Mehrzahl der Gewaltakte fanden im Osten statt.