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Fujimori gegen Kaution in Chile wieder frei

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Fujimori gegen Kaution in Chile wieder frei

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In Chile ist der wegen Menschenrechtsvergehen und Korruption gesuchte frühere peruanische Präsident Alberto Fujimori gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt worden. Die Justiz verbot dem 67-Jährigen jedoch, das Land zu verlassen. Fujimori war im vergangenen November aus Japan eingereist und festgenommen worden. Gegen ihn liegt ein internationaler Haftbefehl vor. Auch hat Peru seine Auslieferung beantragt. Die peruanische Justiz müsse ihre Anstrengungen erhöhen, erläuterte der Vorsitzende des Justizausschusses des chilenischen Parlaments, Alcides Chamorro. Der Auslieferungsantrag allein genüge nicht. Es bedürfe der Beweise dafür, dass Fujimori Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Last gelegt werden, um der Auslieferung stattzugeben. Fujimori, der von 1990 bis 2000 das höchste Amt Perus innehatte, hatte sich während seiner letzten Auslandsreise als Staatschef nach Japan abgesetzt. Militär und Polizei wird vorgeworfen, während seiner Amtszeit Verbrechen begangen zu haben.