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Montenegro vor dem Unabhängigkeits-Referendum

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Montenegro vor dem Unabhängigkeits-Referendum

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An diesem Sonntag wird in Montenegro darüber abgestimmt, ob die frühere jugoslawische Teilrepublik den Bund mit Serbien weiterführt oder nicht. Zu der Volksbefragung sind fast eine halbe Million Menschen aufgerufen. Am Donnerstagabend demonstrierten in der Hauptstadt Podgorica tausende für die Unabhängigkeit ihres Landes. Zu den Befürwortern der Souveränität zählt auch Ministerpräsident Milo Djukanovic. Seit 1991 bestimmt er abwechselnd als Regierungschef oder Präsident den Kurs der kleinen Balkan-Republik. Nach langen Vermittlungen hatte die Europäische Union durchgesetzt, dass das Referendum nur dann gültig ist, wenn sich wenigstens die Hälfte der stimmberechtigten Bevölkerung daran beteiligt. Mindestens 55 Prozent müssen sich für die Unabhängigkeit aussprechen, damit diese wirksam wird. Die meisten jungen Leute sind für ein unabhängiges Montenegro. Meinungsumfragen gehen von einem sehr knappen Ergebnis aus. Die Regierung in Belgrad und die Serbisch-Orthodoxe Kirche haben sich wiederholt für den Fortbestand der Union ausgesprochen.