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Montenegro vor Unabhängigkeits-Referendum

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Montenegro vor Unabhängigkeits-Referendum

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Trotz der Wahlkampagne: Die Meinungsumfragen gehen von einem äußerst knappen Ergebnis aus, wenn an diesem Sonntag in Montenegro über die Unabhängigkeit von Serbien abgestimmt wird. Fast eine halbe Million Menschen sollen darüber entscheiden, ob die ehemalige jugoslawische Teilrepublik den Bund weiterführt oder nicht. Gestern demonstrierten in Podgorica rund 50.000 Menschen für die Unabhängigkeit. Zu den Befürwortern gehört auchMinisterpräsident Milo Djukanovic. Er sei überzeugt, dass Montenegro am Montag ein unabhängiger Staat sei, sagt er, und es werde ein stabiler Staat sein, denn man stimme in einem demokratischen Referendum über die Frage ab. Auch die europäische Integration werde damit leichter, der Weg in die EU hänge dann nur noch von Montenegro ab, das sei bislang nicht so gewesen. Mindestens die Hälfte der Wahlberechtigten müssen an dem Referendum teilnehmen, 55 Prozent müssen sich für die Unabhängigkeit aussprechen – nur dann ist das Ergebnis gültig. Die Regierung in Belgrad und die serbisch-orthodoxe Kirche haben sich wiederholt für den Fortbestand der Union ausgesprochen. Auch die montenegrinische Opposition will das Bündnis fortführen.