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Einweihung des Drei-Schluchten-Staudamms in China

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Einweihung des Drei-Schluchten-Staudamms in China

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In China ist das größte Wasserkraftwerk der Welt fertiggestellt worden. In der Nacht wurde der Drei-Schluchten-Staudamm am Jangtse-Fluß vollendet – zehn Monate früher als geplant: Die Arbeiter schütteten den letzten Beton in die 185m hohe und mehr als 2,3 km lange Staumauer. Die Baukosten werden offiziell auf 18 Milliarden Euro beziffert.

Peking hofft, die Stromerzeugung mit Hilfe des Wasserkraftwerks deutlich steigern zu können. Bei seiner vollen Inbetriebnahme sollen 85 Milliarden Kilowattstunden erzeugt werden, was für die Versorgung Belgiens ausreichen würde. Daneben soll der Staudamm auch der Hochwasserkontrolle dienen. Der Auftrag für das ebenfalls weltweit größte Schiffhebewerk ging an zwei deutsche Firmen. Allerdings steht das Wasserkraftwerk der Superlative wegen der Umweltschäden und der geologischen Risiken stark in der Kritik: Mehr als eine Million Menschen mussten für den 660 km langen Stausee umgesiedelt werden. Die Wasserverschmutzung stieg zudem stark an, nachdem Dörfer und Städte samt Fabriken im Wasser versunken waren.