Eilmeldung

Eilmeldung

China: Deutschlands Kanzlerin Merkel zu erstem Besuch in Peking

Sie lesen gerade:

China: Deutschlands Kanzlerin Merkel zu erstem Besuch in Peking

Schriftgrösse Aa Aa

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel will in den Beziehungen zu China Menschenrechtsfragen stärker betonen – anders als noch Merkels Amtsvorgänger Schröder. Bei ihrem ersten Besuch in Peking besprach Merkel mit dem chinesischen Staats- und Parteichef Wen Jiabao drei Stunden lang strittige Fragen. Beim Thema Iran zeigten die Regierungschefs sich einer Meinung. “Wir sind uns hier einig, dass der Iran nicht in den Besitz von Atomwaffen kommen darf”, sagte Merkel, “dass die Nichtverbreitungsabkommen eingehalten werden müssen, dass die Regeln der IAEA eingehalten werden müssen. Ich glaube, wir haben eine gute Basis, um uns auch über die nächsten Schritte abzustimmen.”

Wen Jiabao versprach, den Schutz des geistigen Eigentums an deutscher Technologie zu gewährleisten. Die deutsche Wirtschaft hatte zuletzt verstärkt über Technologiediebstahl und Produktpiraterie geklagt. Die chinesische Seite bemühte sich offensichtlich um eine entspannte Atmosphäre. Am Morgen führte Wen Merkel durch den Park, danach stand ein gemeinsames Frühstück auf dem Programm. Mit ihrem Aufenthalt in Peking schließt die deutsche Kanzlerin die Reihe ihrer Antrittsbesuche bei allen Weltmächten ab.