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Montenegrinische Opposition weist Ergebnis des Referendums zurück

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Montenegrinische Opposition weist Ergebnis des Referendums zurück

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Der Chef der montenegrinischen Opposition, Predrag Bulatovic, hat das Ergebnis der Volksabstimmung über die Unabhängigkeit von Serbien zunächst zurückgewiesen. Bei einer Pressekonferenz sagte er, man könne kein Resultat akzeptieren, solange es keine offiziellen Ergebnisse gebe, und das sei nicht vor Montag morgen der Fall. Gleichzeitig hob er eine Umfrage hervor, nach der die Gegner der Unabhängigkeit das Referendum in Montenegro gewonnen haben. Bulatovic rief die Bürger zur Ruhe auf. Die Unionisten lehnen die Unabhängigkeit von Serbien ab.

Nach ihrer Auffassung würde die Unabhängigkeit Montenegros auch die Wirtschaftskraft des Landes verringern, weil so der Zugang zum serbischen Markt versperrt werden würde. Unklar blieb, wie das proserbische Lager auf die Niederlage reagieren wird. Im Vorfeld der Abstimmung hatte es gedroht, den vornehmlich von Serben bewohnten Norden abzuspalten und an Serbien anzugliedern. Nach Ansicht der Befürworter würde Montenegro mit der Unabhängigkeit an seine im 19. Jahrhundert begründete Staatlichkeit anknüpfen. Dadurch werde der Weg für eine schnelle Annäherung an die Europäische Union und die Nato frei. Mit der Unabhängigkeit endet nach Auffassung von Beobachtern die Geschichte Jugoslawiens.