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Neuer Staat in Europa: Montenegro

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Neuer Staat in Europa: Montenegro

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Montenegro wird unabhängig. Der Ministerpräsident von Montenegro, Milo Djukanovic, feierte das knappe Ergebnis des Referendums zur Auflösung des Staatenbundes mit Serbien. Die Wahlkommission in der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica hat die Ergebnisse der Volksabstimmung offiziell bestätigt. Danach entschieden sich 55,4 Prozent der Wähler für die Auflösung des Staatenbundes Serbien-Montenegro.

Mehr als 99 Prozent der Stimmen seien gültig gewesen, die Wahlbeteiligung lag bei mehr als 86 Prozent. Die Wahl sei demokratisch und ohne Zwischenfälle verlaufen, so der Präsident der Referendums-Kommission. Mit guten 55 Prozent hat Montenegro gerade so die Anzahl der Stimmen erreicht, die für die Unabhängigkeit nötig sind. Unter Vermittlung der EU war die 55-Prozent-Klausel zur Bedingung für einen eigenständigen Staat gemacht worden. Schon am Sonntag hatten die Anhänger Djukanovics auf den Straßen Montenegros ihren Sieg gefeiert. Der Ministerpräsident erklärte, mit der Unabhängigkeit von Serbien werde der Staat von 1918 wieder hergestellt. Befürworter der Souveränität sehen nun bessere Chancen zur Entwicklung und einer EU-Mitgliedschaft für die 650-tausend Montenegriner.