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Illegale Einwanderer: Kanaren wollen Militärschutz

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Illegale Einwanderer: Kanaren wollen Militärschutz

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Der Ansturm illegaler Einwanderer auf die kanarischen Inseln hat am Wochenende spürbar nachgelassen. Nach Angaben der regionalen Behörden ist der Rückgang aber vor allem auf die schlechten Wetterbedingungen im Mittelmeer zurückzuführen und nicht von Dauer. Nach Spitzentagen mit Hundertenafrikanischen Einwanderern hatten gestern nur 78 die Inselküste erreicht.

Regionalpolitiker auf den Kanaren haben jetzt Madrid aufgefordert, die Inseln mit Militär abzuriegeln, um so in Zukunft Massenankünfte von Einwanderern zu verhindern. Auch die EU zeige bisher zu wenig Sensibilität angesichts des Problems, das längst spanische Zuständigkeiten übersteige, so die Kritik der regionalen Repräsentanten. Während Spaniens Vize-Präsidentin María Teresa Fernández de la Vega heute in Brüssel für Unterstützung werben will, verstärkt Madrid den Druck auf afrikanische Staaten, beim Flüchtlingsproblem zu kooperieren. Man wolle vor allem in Westafrika organisierend und koordinierend auftreten, um die eigene diplomatische Präsenz zu verstärken, so Sonderbotschafter Miguel Angel Fernàndez Mazarambroz, der seine diplomatische Mission im Senegal begonnen hat. Die spanische Regierung drängt auf weitere Abkommen, die die Rückführung der illegalen Einanderer in ihre Heimatländer ermöglicht. Die Führung im Senegal hat im Gegenzug die Hilfe Madrids beim Bau von Zisternen zur Sicherung der Wasserversorgung im Land gefordert.