Eilmeldung

Eilmeldung

Kosovo-Gespräche in Wien über Schutz serbischer Kultureinrichtungen

Sie lesen gerade:

Kosovo-Gespräche in Wien über Schutz serbischer Kultureinrichtungen

Schriftgrösse Aa Aa

Vor dem Hintergrund des Unabhängigkeits-Votums im Kosovo sind die Gespräche über die Zukunft des Kosovo am Dienstag in Wien fortgesetzt worden. Dabei geht es diesmal um den Schutz der kirchlichen und kulturellen Einrichtungen der serbischen Minderheit in der Provinz. Im März hatte es bei Unruhen im Kosovo auch Angriffe gegen heilige Stätten der Serben gegeben. Das mittelalterliche Kloster Decani, von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, wird daher von NATO-Truppen bewacht. Pater Sava, ein serbischer Mönch des Klosters, hält diesen Schutz für notwendig: “Das serbisch-orthodoxe Erbe im Kosovo ist vielleicht der wichtigste Teil der serbischen Geschichte überhaupt. Unsere bedeutendsten heiligen Stätten sind praktisch alle im Kosovo.”

Die Vorstellungen über den künftigen Status des Kosovo klaffen allerdings nach wie vor weit auseinander: Die Serben wollen der Provinz nur eine weit reichende Autonomie zugestehen, die Kosovo-Albaner verlangen jedoch völlige Unabhängigkeit. Serbiens Ministerpräsident Vojislav Kostunica zeigte sich nach einem Gesprächmit dem UNO-Beauftragten Matti Athisaari mit dem Verlauf der Verhandlungen unzufrieden. Ein Treffen zwischen hochrangigen Vertretern aus Belgrad und Pristina ist für Juli geplant.