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Nahost: Bush fordert zu Dialog auf

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Nahost: Bush fordert zu Dialog auf

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Israels Ministerpräsident Ehud Olmert ist auf seinem Antrittsbesuch in Washington mit US-Präsident George W. Bush zusammengetroffen. Bush nannte die Überlegungen Israels für einen einseitigen Rückzug aus dem Westjordanland zwar einen richtigen Schritt: Allerdings könne nur ein Dialog dauerhaften Frieden bringen. Er glaube, dass ein verhandeltes Abkommen über den Endstatus am besten für Israelis und Palästinenser und einen Frieden in der Region sei. Die Hamas müsse eine strategische Entscheidung für den Frieden treffen.

Olmert wiederholte nach dem Treffen, die extremistische Hamas-Regierung sei kein Verhandlungspartner für Israel. Er sei bereit, bald Gespräche mit Palästinenserpräsident Machmud Abbas zu führen. Allerdings dränge die Zeit. Olmert machte klar, er beabsichtige, jede Möglichkeit für einen Frieden mit den Palästinensern im Einklang mit der Road Map auszuschöpfen. Er strecke seine Hand Machmud Abbas in Frieden entgegen. Wenn er zum Eindruck käme, dass es keine Fortschritte gebe, werde er gezwungen sein, einen anderen Weg einzuschlagen. Olmerts Plan sieht vor, bis 2010 einseitig die Grenzen zum Westjordanland festzulegen. Kleinere jüdische Siedlungen auf dem Palästinensergebiet sollen geräumt werden – nicht jedoch die großen jüdischen Enklaven.