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Lage auf Osttimor beruhigt sich

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Lage auf Osttimor beruhigt sich

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Nach der Ankunft der australischen Soldaten sind am Freitag die Unruhen in Osttimor deutlich abgeflaut. Sie waren durch die Entlassung von etwa 600 Soldaten ausgelöst worden, die gestreikt hatten. Gestern waren mehr als ein Dutzend Menschen getötet und zahlreiche andere verletzt worden.

Auch eine Mutter und ihre fünf Kinder kamen in ihrem Haus, das in der Nacht von einem Mob niedergebrannt worden war, ums Leben. US-Botschafter John Rees sprach vom bislang schlimmsten Tag in der noch jungen Geschichte Osttimors: “Wir hoffen, daß die Lage sich schnell dramatisch verbessert”, fügt der Botschafter hinzu. Bislang sind etwa 600 australische Soldaten in Osttimor eingetroffen. Ihre Zahl soll am Wochenende auf 1300 anwachsen. Die Regierung Osttimors hatte neben Australien auch Neuseeland, Malaysia und die frühere Kolonialmacht Portugal um die Entsendung von Truppen gebeten. Der Kommandeur der australischen Truppen bekräftigt, daß seine Einheiten solange wie nötig in Osttimor bleiben werden. Die Regierung von Osttimor hofft, daß es am Wochenende zu Gesprächen zwischen den Konfliktparteien kommt, nachdem die ausländischen Trupen zu einer Beruhigung der Lage beigetragen habe.