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Unsicherheit über Schüsse in Washingtons Kapitol-Bezirk

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Unsicherheit über Schüsse in Washingtons Kapitol-Bezirk

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In der amerikanischen Hauptstadt Washington hat es möglicherweise offenbar Schüsse in einem Parlamentsgebäude gegeben. Es handelt sich um das Rayburn-Haus in unmittelbarer Nähe des Kapitols, des Sitzes beider Parlamentskammern. Die Schüsse sollen in der Tiefgarage gefallen sein.

Sondereinheiten durchsuchen jetzt das Gebäude. Eine Polizeisprecherin sagte, es gebe derzeit keine Berichte über Verletzte, über Festnahmen oder über bewaffnete Menschen. Man ermittele noch. Allerdings berichtete ein Augenzeuge, ein Mensch sei auf einer Krankentrage aus dem Gebäude gerollt worden. Im Rayburn-Haus liegen Büros des Abgeordnetenhauses, der unteren Parlamentskammer. Es ist wie die anderen Häuser mit solchen Büros über Tunnel mit dem Capitol verbunden. Kurzzeitig war der ganze Komplex abgesperrt. Jetzt ist noch das Rayburn-Haus selbst gesperrt; keiner darf hinein oder hinaus. Wer in dem Haus ist, wurde angewiesen, sich im Büro einzuschließen. Nach den Terroranschlägen von 2001 wurde die Sicherheit im Capitol und anderen offiziellen Gebäuden in Washington verschärft. Schon mehrfach gab es angebliche Bedrohungen, Kongressgebäude wurden in aller Eile abgesperrt und evakuiert. Zuvor kam es schon 1998 zu einer Schießerei; damals wurden zwei Mitglieder der hauseigenen Polizei getötet. In allen Kongressgebäuden war heute kaum noch Betrieb. Das Abgeordnetenhaus hatte keine Sitzung, die im Senat ging zu Ende. Viele Parlamentarier hatten Washington schon frühzeitig verlassen und sich in die bevorstehenden einwöchige Sitzungspause verabschiedet.