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Indonesien: Noch imemr viele Verschüttete in den Trümmern vermutet

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Indonesien: Noch imemr viele Verschüttete in den Trümmern vermutet

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Einen Tag nach dem verheerenden Erdbeben auf der indonesischen Insel Java steigt die Zahl der Todesopfer weiter an. Mittlerweile ist die Rede von mehr als 4600 Toten.

Nach dem Beben der Stärke 6,2 erschütterten rund 450 Nachbeben die Region. Sie hatten eine Stärke von etwa 4 auf der Richterskala. Das Hauptbeben überraschte viele Indonesier gestern im Schlaf. Es werden deswegen noch immer zahlreiche Opfer in den Häusertrümmern vermutet. Etwa 100 000 Menschen wurden obdachlos. In manchen Orten gibt es kein sauberes Trinkwasser, Decken, Hygieneartikel und Medizin sind Mangelwahre. Die Internationale Gemeinschaft schickte unterdessen Ärzte-Teams auf die Insel Java. Die deutsche Bundesreregierung stellte eine halbe Million Euro Soforthilfe bereit, die Schweizer Regierung umgerechnet rund 70 000 Euro. Schon gestern sagte die Europäische Union bis zu drei Millionen Euro Nothilfe zu. Notstand herrscht in den Krankenhäusern: Aus Platzmangel und aus Angst von weiteren Beben werden zahlreiche Patienten im Freien versorgt. Insgesamt wurden mehr als 20 000 Menschen verletzt. Sie erlitten größtenteils Knochenbrüche und Gehirnerschütterungen. Das Deutsche Rote Kreuz will nun ein mobiles Krankenhaus mit 200 Betten in das Erdbebengebiet bringen. Es wird aus der indonesischen Provinz Aceh nach Java transportiert. Aceh war im Dezember 2004 schwer vom Tsunami getoffen worden.