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Italiener wählen neue Kommunalparlamente

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Italiener wählen neue Kommunalparlamente

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Erster Test für die Regierung von Romano Prodi: In Italien sind an diesem Sonntag und Montag 19,5 Millionen Wahlberechtigte zur Stimmabgabe bei den Kommunalwahlen aufgerufen. Unter anderem werden in den großen Städten Rom, Mailand, Neapel und Turin die Bürgermeister bestimmt. In der Provinz Sizilien geht es um das Amt des Präsidenten. Ministerpräsident Romano Prodi unterstützt dort Spitzenkandidatin Rita Borsellino, die Schwester des 1992 von der Mafia ermordeten Staatsanwaltes Paolo Borsellino. Ihr steht der amtierende Präsident, Salvatore Cuffaro, gegenüber, gegen den wegen mutmaßlicher Mafia-Kontakte ermittelt wird. Der abgewählte Silvio Berlusconi setzt in Mailand, traditionell eine Hochburg des Mitte-Rechts-Bündnisses, auf seine Kandidatin Letizia Moratti. Sie war in seiner Regierung Bildungsministerin. “Diese Wahlen werden die erste Aufforderung an die linke Regierung sein, bald wieder das Feld zu räumen”, so Berlusconi bei einer Wahlkampfveranstaltung. Bei den letzten Kommunalwahlen im Jahr 2001 hatte sich die Linke in den meisten Städten überraschend durchgesetzt. Beobachter erwarten, dass es in diesem Jahr vielerorts zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen kommen wird.