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Papst trifft mehrere Auschwitz-Überlebende

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Papst trifft mehrere Auschwitz-Überlebende

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Papst Benedikt XVI. hat zum Abschluss seiner viertägigen Polenreise das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz besucht. Er ging zu Fuß durch das Tor mit der zynischen Aufschrift “Arbeit macht frei”. Anfängliche Pläne, mit dem Papamobil ins Lager zu fahren, änderte er. Während des Zweiten Weltkriegs war dies nur Lagerkommandanten vorbehalten, Häfltinge mussten zu Fuß gehen.

Der Todesblock – Ort zahlreicher Exekutionen. Hier betete Benedikt XVI. im Gedenken der zahlreichen Todesopfer. Er begrüßte 32 Überlebende des ehemaligen Konzentrationslagers, unter ihnen Juden, Sinti und Roma. Die zum Teil gebrechlichen ehemaligen Häftlinge trugen Halstücher mit den blau-weißen Streifen der Lagerkleidung und Schilder mit ihren Häftlingsnummern. Danach suchte Benedikt XVI. die Zelle des heilig gesprochenen Maximilian Kolbeauf. Der Franziskanerpater war an Stelle eines Fanmilienvaters in den Hungerbunker gegangen. Im Vernichtungslager Birkenau verharrte das Oberhaupt der römisch katholischen Kirche vor allen 22 Gedenktafeln – im übertragenen Sinne Grabsteine für die vielen namenlosen Häftlinge, die in Auschwitz getötet wurden.