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Fall "Haditha" weitet sich für US-Armee im Irak aus

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Fall "Haditha" weitet sich für US-Armee im Irak aus

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Der Fall Haditha wird für die US-Armee im Irak unangenehm. Auch irakische Zeitungen berichten jetzt über den Vorfall, bei dem amerikanische Soldaten im November wahrscheinlich 24 Zivilisten erschossen haben.

In den USA selber will sich nun das Parlament damit beschäftigen, genauer der zuständige Ausschuss im Senat. Ausschussvorsitzender John Warner verspricht der Öffentlichkeit, der Fall werde genauso streng untersucht wie Abu Ghraib. Die Verantwortlichen damals hätten unter Eid vor dem Ausschuss aussagen müssen und vollständige Erklärungen abgegeben. Warner gehört sogar zu den regierenden Republikanern; umsomehr ist Haditha natürlich ein Fall für die Opposition: Wer hat hier was vertuscht, will der demokratische Abgeordnete John Murtha wissen; und warum wurde es vertuscht, und warum hat alles so lange gedauert? Am nächsten Tag sei doch schon klar gewesen, dass etwas schiefging. Zwei, drei Tage später habe man gewusst, dass diese Menschen umgebracht worden seien. Die amerikanische Armee hatte damals zuerst mitgeteilt, eine Bombe habe die Iraker getötet. Als dann die ersten Berichte aufkamen, hieß es, sie seien bei Kämpfen mit Aufständischen ins Kreuzfeuer geraten. Nun stellt sogar ein Bericht des Pentagon fest: Sie wurden vorsätzlich erschossen, auch Frauen und Kinder.