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Osttimor: Gewalt hält an

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Osttimor: Gewalt hält an

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Nach tagelangen Protesten in Osttimor ist die Krisensitzung der Regierung ergebnislos zu Ende gegangen. Sie soll morgen früh fortgesetzt werden.Präsident Xanana Gusmao appellierte an die Menge, zur Ruhe zurückzukehren: “Geht nach Hause, wir versprechen, wir werden die Probleme Osttimors lösen. Hört mir zu, geht bitte nach Hause und vereinigt euch.”

Zuvor hatten die Demonstranten den Rücktritt des umstrittenen Regierungschefs Mari Alkatiri gefordert. Sie werfen ihm vor, die Krise im Land nicht bewältigt zu haben. Gewalt, Plünderungen und Brandstiftungen hatten in den vergangenen Tagen zugenommen. Die Auseinandersetzungen hatten mit einem Streik in der Armee begonnen, woraufhin der Ministerpräsident fast die Hälfte des Heeres entlassen hatte. Verschiedene Milizengruppen tragen seitdem eine Art Stellvertreterkonflikt aus. Hinzu kommt die große Unzufriedenheit in der Bevölkerung: Nahrungsmittel und Benzin sind knapp. Vor den Läden bilden sich lange Schlagen. Weitere 120 portugiesische Soldaten sollen helfen, die Gewaltspirale in Osttimor zu beenden. Insgesamt sind dort mittlerweile mehr als 2000 australische, neuseeländische und malaysische Sicherheitskräfte stationiert.