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Illegale Einwanderung in Spanien steigt drastisch

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Illegale Einwanderung in Spanien steigt drastisch

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Spanien steuert in diesem Jahr auf eine Rekordzahl von illegalen Immigranten zu. Auf den Kanarischen Inseln sind seit Anfang des Jahres etwa 9000 Menschen aus afrikanischen Ländern in kleinen Fischerbooten angekommen – zuletzt in der vergangenen Nacht. Seit die Kontrollen vor Marokko und der südspanischen Küste intensiviert wurden, weichen die Flüchtlinge massenhaft auf die Kanarischen Inseln aus.

Der spanische Regierungschef, Jose Luis Rodriguez Zapatero, kündigte vor dem Parlament in Madrid eine Lösung des Problems an: “Um auch über die Kanaren den Zugang zu unserem Land drastisch einzuschränken wie wir das dank der Zusammenarbeit mit Marokko erreicht haben, stehen wir in Verhandlungen mit einer Reihe westafrikanischer Staaten, besonders Mauretanien und Senegal.” Eine Umfrage der Tageszeitung EL Mundo hatte ergeben, dass 70 Prozent der spanischen Bevölkerung die sozialistische Regierung von Zapatero dafür verantwortlich machen, dass die Zahl illegaler Einwanderer auf den Kanaren um ein Fünffaches gestiegen ist. Zapateros Kabinett hatte im letzten Jahr eine Amnestie für 600-tausend illegale Immigranten ausgesprochen. Inzwischen schickt Spanien mehr Patroullienboote vor die sieben Inseln im Atlantik und hat Hilfe von Brüssel gefordert. Spanien ist Einwanderungsland Nummer Eins in Europa. Laut Schätzungen sind im letzten Jahr fast fünf Millionen Menschen nach Spanien immigriert – das sind mehr als ein Zehntel der spanischen Gesamtbevölkerung.