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Indonesien: Hoffnung auf Überlebende unter den Trümmern schwindet

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Indonesien: Hoffnung auf Überlebende unter den Trümmern schwindet

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Im indonesischen Erdbebengebiet sind die Hilfsmaßnahmen weiter verstärkt worden. Weitere Lieferungen mit Hunderten Tonnen an Nahrungsmitteln und Medikamenten erreichten die Insel Java seit gestern. Retter fürchten jetzt den Ausbruch von Seuchen. Die Gefahr geht vor allem von den Leichen aus, die noch nicht beerdigt werden konnten. Unter den obdachlosen und schlecht versorgten Überlebenden der Katastrophe könnten sich Epidemien besonders schnell ausbreiten, warnten Hilfsorganisationen. Die Zahl der Opfer wird inzwischen mit mehr als 5.400 angegeben.

In der Region um die Großstadt Yogyakarta wächst unterdessen die Angst vor einem Ausbruch des Vulkans Merapi, der in einem weiten Radius schwere Zerstörungen anrichten könnte. Inzwischen schwindet die Hoffnung, unter den Trümmern noch Überlebende zu finden. Die Aufräumarbeiten gehen weiter, über vielen Ruinen liegt Verwesungsgeruch. Die Regierung in Jakarta schätzt die Zahl der zerstörten Häuser auf 35.000. Andere Gebäude wurden stark beschädigt. Darunter auch medizinische Einrichtungen. Laut UNO müssten so schnell wie möglich drei mobile Krankenhäuser in der betroffenen Region errichtet werden, um eine medizinische Mindestversorgung zu gewährleisten.