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Kommunalwahlen in Italien: Rückenwind für Prodi

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Kommunalwahlen in Italien: Rückenwind für Prodi

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Der ehemalige Regierungschef Silvio Berluconi ist mit seinem Versuch einer Revanche bei den Kommunalwahlen in Italien gescheitert. Ministerpräsident Romano Prodi ging gestärkt aus den Wahlen hervor:

Er warnte jedoch davor, die Kommunalwahlen als Test seiner Regierung überzubewerten, die doch gerade erst begonnen habe. Wenn man gewinnt, ist man ermutigt, wenn man verliert, ist man enttäuscht, und das ist alles, so Prodi weiter. Sonntag und Montag war knapp ein Drittel der Italiener aufgerufen, Bürgermeister und Stadträte in über 1300 Kommunen zu wählen. Außerdem stand in Sizilien die Wahl des Regionalpräsidenten an. Dem Mitte-Links-Bündnis ist es gelungen, die drei wichtigsten Bürgermeister-Posten in Rom, Turin und Neapel mit hohen Stimmenanteilen zu verteidigen. In Mailand hingegen lag die konservative Kandidatin Letizia Moratti vorn – allerdings knapper als erwartet. Die Rechte regiert in der Finanzmetropole seit 13 Jahren. Auch in Sizilien konnte sich der umstrittene konservative Amtsinhaber Salvatore Cuffaro behaupten. Ein Ende des Wahlmarathons in Italien ist immer noch nicht in Sicht: Ende Juni entscheidet die Bevölkerung per Referendum über die Verfassungsreform der Vorgängerregierung.