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Osttimor: Unruhen in der Hauptstadt halten an

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Osttimor: Unruhen in der Hauptstadt halten an

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Angesichts der Gewaltwelle in Osttimor ist das Krisentreffen der Regierung fortgesetzt worden – bisher ohne Ergebnis. Währenddessen zogen erneut junge Milizenbanden durch die Hauptstadt Dili und die Vororte. Wieder kam es zu Plünderungen und Brandstiftungen.

Weil die Unruhen seit Tagen anhalten, werfen viele Menschen in Osttimor dem Ministerpräsidenten Mari Alkatiri Versagen vor. Sie fordern seinen Rücktritt. Es wird erwartet, dass Präsident Xanana Gusmao nach der Krisensitzung eine Umbesetzung des Kabinetts bekannt geben wird. Jeder Zehnte in Osttimor ist nach Angaben der neuseeländischen Regierung wegen der anhaltenden Gewalt auf der Flucht. Australische Militärs erklärten, die ausländischen Truppen hätten zunächst die sich bekämpfenden Armee- und Polizeieinheiten Osttimors getrennt. Zahlreiche Waffen wurden beschlagnahmt. Um die Situation unter Kontrolle zu bekommen, sollen weitere Soldaten aus Neuseeland und Australien entsendet werden. Auch Portugal will weitere Polizeibeamte in seine ehemalige Kolonie schicken. Inzwischen sind Lebensmittel Mangelware: Vor dem Lager des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen bildeten sich erneut lange Schlangen.