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Weißrussischer Oppositionsführer sieht Präsident Lukaschenkos Rückhalt schwinden

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Weißrussischer Oppositionsführer sieht Präsident Lukaschenkos Rückhalt schwinden

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Der weißrussische Oppositionsführer Alexander Milinkewitsch hat erklärt, Präsident Lukaschenko habe den Kontakt mit einem großen Teil der Bevölkerung verloren. Milikewitsch war am 12 Mai freigelassen worden, nach 15 Tagen in Haft. Die Behörden hatten ihn wegen der Organisation einer illegalen Demonstration festgenommen. Milinkewitsch äusserte sich in einem Interview mit Euronews: Der Erfolg der Opposition bei der Präsidentenwahl sei für die Regierung eine Überraschung gewesen.

Am Anfang habe er die Unterstützung von anderthalb Prozent der Wähler gehabt, und am Ende von einem Drittel – nach manchen Berechnungen. Das Regime habe mit Repression geantwortet; mindestens eintausend Menschen seien festgenommen und bis zu zwei Wochen inhaftiert worden. Das Regime habe den Kontakt zu einem großen Teil der Bevölkerung verloren, auch zu früheren Anhägern. Lukaschenko hatte die Wahl am 19 März nach dem amtlichen Endergebnis mit 82 Prozent der Stimmen gewonnen. Die Umstände der Wahl wurden weltweit kritisiert, so auch von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa OSZE.