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Streit um Heinrich-Heine-Preis

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Streit um Heinrich-Heine-Preis

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Der österreichische Schriftsteller Peter Handke wird den Heinrich- Heine Preis der Stadt Düsseldorf vermutlich nicht verliehen bekommen. Im Düsseldorfer Stadtrat einigten sich die Fraktionen von SPD, FDP und Grünen darauf, die Vergabe zu verhindern. Das Preisgeld von 50 tausend Euro werde nicht freigegeben.

Intellektuelle aus dem gesamten deutschen Sprachraum nahmen die zwölfköpfige Jury aus Politikern, Literaten und Wissenschaftlern in Schutz und unterstützten ihre Entscheidung so wie der Publizist Jürgen Busche: Dieser sagte, man könne sehr wohl mit der politischen Meinung eines Autoren nicht einverstanden sein, und auch dagegen protestieren, dürfe diese Meinung aber nicht mit dem Werk des Schriftstellers verwechseln.

Der österreichische Essayist Robert Menasse sieht in dem Streit einen Skandal, da so die Entscheidung einer unabhängigen Jury torpediert werde. Dagegen halten Kritiker Handkes, die politischen Äußerungen des Schriftstellers ließen sich mit den Positionen Heines nicht vereinbaren. Der Düsseldorfer Stadtrat muss der Vergabe offiziell am 22. Juni zustimmen.