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US-Marines schwer belastet

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US-Marines schwer belastet

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Die Untersuchung der US-Armee zum Tod von irakischen Zivilisten in der Stadt Haditha im letzten November ist offenbar noch nicht ganz abgeschlossen. Der Sprecher des Weißen Hauses in Washington, Tony Snow, sagte zu den schweren Vorwürfen gegen US-Marine-Soldaten:

“Bei den Nachforschungen spielen die Marines eine aktive Rolle. Mir wurde versichert, dass alle Einzelheiten öffentlich gemacht werden, damit wir ein Bild von dem bekommen, was geschah.” US-Marine-Soldaten hatten laut amerikanischen Medienberichten in Haditha 24 friedliche Zivilisten erschossen. Es soll sich um einen Racheakt gehanelt haben; nach einem Bombenanschlag auf die Militärpatrouille. Die Marines hatten dagegen ausgesagt, die Zivilisten seien durch diese Bombe ums Leben gekommen. Stattdessen waren die US-Soldaten offenbar in die Häuser der Menschen eingedrungen und hatten sie gezielt erschossen. Der neue irakische Ministerpräsident, Nuri Al-Maliki, zeigte sich in Bagdad zunehmend ungeduldig: “Fehler können passieren, das ist normal, aber es gibt eine Grenze. Wenn die Fehler und Irrtümer diese Grenze überschreiten, dann bedeutet das für uns eine Missachtung des Lebens von Unschuldigen.” Maliki stellte klar, dass der Irak in allen Fällen Untersuchungen fordere, in denen das US-Militär irrtümlich Menschen getötet habe – nicht nur in Haditha. Die Schuldigen müssten zur Verantwortung gezogen werden.