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Friedensappell in Osttimor

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Friedensappell in Osttimor

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In Osttimor hat der Präsident des Landes Xanana Gusmao vor Sicherheitskräften zu Einheit und Frieden aufgerufen. Nach tagelangen Unruhen war die Lage in der Hauptstadt Dili heute morgen ruhig. Es gab nur noch vereinzelt Plünderungen und Schießereien. Gusmao hat am Dienstag sowohl den Innen- als auch den Verteidigungsminister des Landes entlassen und die Befehlsgewalt über Polizei und Militär übernommen. Seitdem schwelt zwischen ihm und Regierungschef Alkatiri ein Machtkampf. Der umstrittene Alkatiri sagte, er sei nicht der Assistent des Präsidenten sondern der Ministerpräsident Osttimors und somit befugt, die aktuelle Krise zu lösen. In einer Situation wie dieser sei es aber besser, wenn alle zusammen arbeiteten. In Folge der Unruhen haben rund 70 tausend Flüchtlinge die Hauptstadt verlassen. Für sie hat das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen eine Luftbrücke organisiert. Nach schweren Konflikten und mehreren Jahren UN- Protektorat ist Osttimor seit vier Jahren von Indonesien unabhängig und ein eigenständiger Staat. Auslöser der aktuellen Unruhen war die Entlassung von 600 streikenden Soldaten durch Ministerpräsident Alkatiri. Danach war es in der vorigen Woche zu heftigen Gefechten zwischen den rebellierenden Soldaten und Regierungstruppen gekommen.