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Lage in Osttimor hat sich beruhigt

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Lage in Osttimor hat sich beruhigt

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Hilfe von oben für rund 70 000 Flüchtlinge in Osttimor. Das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen hat jetzt eine Luftbrücke für die Menschen organisiert, die nach den tagelangen Ausschreitungen in dem asiatischen Staat die Hauptstadt Dili verlassen haben. Nachdem Präsident Gusmao die Befehlsgewalt über Polizei und Armee übernommen hat, beruhigte sich die Lage gestern. Das Ausmaß der Plünderungen, Schiessereien und Brandstiftungen durch Banden sei deutlich zurückgegangen, hieß es.

Auslöser der Unruhen in dem seit vier Jahren eigenständigen Land auf der Insel Timor war die Entlassung von 600 streikenden Soldaten durch Ministerpräsident Alkatiri. Danach war es immer wieder zu Unruhen gekommen, die in der vorigen Woche in heftigen Gefechten zwischen den rebellierenden Soldaten und Regierungstruppen gipfelten. Mit der Ankunft einer von Australien geführten, 2000 Mann starken Eingreiftruppe, an der sich auch die ehemalige Kolonialmacht Portugal beteiligt, hat sich der Konflikt beruhigt. Das Machtvakuum wurde jedoch von rivalisierenden Jugendbanden gefüllt. Unterdessen hat sich der schwelende Machtkampf zwischen Präsident Gusmao und Regierungschef Alkatiri weiter verschärft. Der umstrittene Alkatiri erklärte, Verteidigung und innere Sicherheit seien nach wie vor Angelegenheit der Regierung, deren Chef er sei.