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Weltmächte beraten über Atomkonflikt mit Iran

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Weltmächte beraten über Atomkonflikt mit Iran

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Im Atomstreit mit dem Iran halten die Außenminister der fünf UN-Vetomächte und ihr deutscher Kollege, Frank-Walter Steinmeyer, in Wien ihre entscheidenden Beratungen ab.

Die EU und Russland hatten das direkte Gesprächsangebot an den Iran von US-Außenministerin Condoleeza Rice als positiv gewertet. Russland bezeichnete es als echte Chance, die der Iran wahrnehmen sollte. Russland gilt als Land mit dem größten Einfluss auf den Iran wegen der intensiven Wirtschaftsbeziehungen beider Länder. Die britische Außenministerin, Margaret Becket, sagte bei ihrer Ankunft in Wien zum Gesprächsangebot der USA: “Die internationale Gemeinschaft ist geeint in dem Wunsch, Fortschritte zu machen. Und wir sehen jetzt eine echte Möglichkeit für den Iran und die internationale Gemeinschaft zu einer Verhandlungslösung zu kommen.” Das Angebot der USA ist an die Bedingung geknüpft, dass der Iran seine Urananreicherung aussetzt. Darauf reagierte die iranische Führung ablehnend. Aus Teheran hieß es, das Land sei zu Gesprächen bereit, werde sein selbtsverständliches Recht auf Urananreicherung aber nicht aufgeben. Die USA rechnen damit, dass dies nicht das letzte Wort des Iran ist. Sollte Präsident Ahmedinejad nicht auf das Angebot von Rice eingehen, drohen seinem Land Sanktionen. In Wien wollen sich die sechs Außenminister auch auf einen neuen UN-Resolutionsentwurf einigen. US-Präsident George Bush drohte jetzt erneut mit dem Gang vor den UN-Sicherheitsrat. – Russland und China lehnen Sanktionen jedoch weiter ab.