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EU-Grenzschutzagentur reagiert auf Bootsflüchtlinge

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EU-Grenzschutzagentur reagiert auf Bootsflüchtlinge

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Auf die tausendfache Ankunft afrikanischer
Flüchtlinge auf den Kanarischen Inseln hat die EU-Grenzschutzagentur Frontex mit einem Zweistufenplan reagiert.

Die Behörde stellte 2,1 Millionen Euro bereit, um die Abwehr illegaler Einwanderer auf den Kanaren
zu koordinieren. Damit sollen technische Hilfeleistungen auf den zu Spanien gehörenden Inseln finanziert werden und die Überwachung der Küsten Westafrikas.

Auch die Mittelmeerinsel Malta wird unterstützt.

An den Einsätzen beteiligen sich mindestens acht europäische Länder, darunter Deutschland.

Der Flüchtlingsansturm auf die Kanaren hatte Anfang des Jahres eingesetzt, nachdem verschärfte Kontrollen den Zugang über Marokko und Spanien blockiert hatten. Bisher kamen nach oft lebensgefährlicher Überfahrt fast 9 000 Flüchtlinge an.

An den Seegrenzen im Süden Europas werde der Migrationsdruck dennoch anhalten, erwartet Frontex-Direktor Ilkka Laitinen. Längerfristig wirkt nach Überzeugung von Bundesinnenminister Wolfgang
Schäuble nur die Entwicklung Afrikas.